LUDI von TISIS

Biker I Kreuzfahrer I Genussmensch



Kamine auf dem Meer: was mit Costa beginnt, endet gut für's Gemüt.

 

Ich geb' es zu: seit ich mir zu meinem 50er meine erste Kreuzfahrt spendiert habe, bin ich süchtig. Habe ich zu Anfang noch im 2-Jahres-Intervall gebucht, ist es mittlerweile schon schwer, auf die Reise im nächsten Jahr zu warten.


Angefangen hat das ganze Theater etwa ein Jahr vor meinem 50er. Da kam ich auf die Idee, dass ich diesen runden Geburtstag auf einem Schiff feiern könnte. Also hab ich mich umgesehen, war auf etlichen Webseiten und Kreuzfahrtplatformen und hab mich dann relativ rasch für Costa entschieden. Wieso? Es gibt mehrere Gründe; die wichtigsten für mich waren (und sind noch immer): bei Costa gibt es die Mahlzeiten nicht nur als Buffet (schon auch, aber eben nicht nur), sondern Frühstück und mehrgängiges Abendessen werden auf Wunsch (und ohne Aufpreis) am Tisch serviert. Buffet hab' ich nämlich das ganze Jahr zuhause: da muss ich auch immer alles selber holen. Service am Tisch ist für mich Luxus.

Ein weiteres Argument für Costa ist die Art ihrer Animationen. Es gibt zwar Animation für jedes Alter, aber relativ dezent und man wird nicht "genötigt", daran teilzunehmen. Kein Animateur versucht Dich zu überreden, irgendwo mitzumachen. Das Angebot steht, aber wenn Du es nicht nutzt, ist es auch ok. Ein einziges Nein genügt und Du hast Ruhe. Und ich liebe meine Ruhe.

Letztes und schlagkräftigstes Argument für Costa: der Preis. Bei anderen Reedereien zahlt man als Alleinreisender 80% Einzelkabinenzuschlag und mehr; Costa berechnet maximal 50%. So ist für mich bei Reisen in warme Gegenden auch eine Balkonkabine erschwinglich. Auch das ist Luxus.


Also zurück ins zarte Alter von 49 Jahren: ich habe schlussendlich die passende Reise gebucht, um meinen 50er auf See feiern zu können. Ausgesucht habe ich mir für meine Jungfernfahrt das westliche Mittelmeer und die Costa Concordia, ein grosses, schönes Schiff mit jeglichem Komfort. Jetzt muss man vermutlich kein Insider sein, um zu wissen, was mit ihr passiert ist (wenigstens passierte es nicht während, sondern schon Monate vor meiner Reise). Ich liess mich schliesslich auf die Costa neoRomantica umbuchen; ein relativ kleines Schiff mit - wie ich auf der Reise herausfand - unglaublich viel Charme. Gerade mal 1.800 Passagiere und etwa 600 Crew haben Platz, es war aber nur zu etwa 2/3 gebucht - ziemlich sicher eine Nachwirkung des Concordia-Unglücks. Die 7-tägige Tour ging von Barcelona aus nach Palma de Mallorca, Valetta (Malta), Catania (Sizilien), Neapel, Savona und über Marseille zurück nach Barcelona, wo ich dann noch einige wunderschöne Tage verbrachte. Mein Geburtstag fiel genau auf den Seetag zwischen Mallorca und Malta und ich verbrachte den Tag genüsslich faulenzend auf dem Sonnendeck mit "Ausflügen" zur Massage ins Spa und zu einem grossartigen Geburtstagsdinner im Clubrestaurant - himmlisch!


Es folgte zwei Jahre später wieder eine einwöchige Tour durch das westliche Mittelmeer auf fast der gleichen Route (mit Palermo statt Catania und Rom statt Neapel). Dieses mal mit der Costa Favolosa, meinem Lieblingsschiff, soweit ich die Flotte bis jetzt kenne. Ein ordentlicher Brocken mit Platz für 3.800 Passagiere und ca. 1.100 Crew. Bei dieser Tour hatte ich erstmals eine Balkonkabine - daran könnte man sich gewöhnen!


2016 schipperte ich dann mit der Costa neoClassica durch das östliche Mittelmeer (Savona-Katakolon-Nafplio-Volos-Athen-Catania-Rom-Savona), eine 12-tägige Reise mit insgesamt 4 Seetagen. Die angefahrenen Häfen waren interessant; das Wetter zeigte seine guten und schlechten Seiten, das Schiff auch. Die neoClassica ist minimal kleiner als die neoRomantica und wurde mittlerweile an eine andere Reederei verkauft. Sie wird mir nicht abgehen; aber auch solche Erfahrungen gehören dazu.


Im August 2017 ging es in den Nordosten Europas. Gemeinsam mit 2 Freunden buchte ich die Costa Pacifica für eine wunderbare Ostseetour. Wir starteten diese 11-tägige Reise in Kiel und besuchten nach einem Seetag Stockholm, Helsinki, St.Petersburg (2 Tage Aufenthalt), Tallinn (Estland), Riga (Lettland), Klaipeda (Litauen), Gdingen (Polen) und landeten nach einem weiteren Seetag wieder in Kiel. Die Pacifica ist ein Schwesternschiff (also baugleich mit) der Concordia und nur minimal kleiner als die Favolosa: sie hat etwa 20 Pax und 40 Crew weniger, was man im direkten Vergleich natürlich nicht merkt. Auch sie gefällt mir sehr gut, aber es reicht gerade nicht ganz bis zur Favolosa heran.


So weit der aktuelle Stand. Die nächste Reise habe ich bereits an Bord der Pacifica gebucht: im Herbst 2018 geht es mit der Costa Luminosa eine Woche lang durch die Adria und Ägäis. Weitere Reisen sind bereits in Vorplanung: im Frühjahr 2019 ist die Umrundung Westeuropas geplant (von Italien rauf nach Deutschland), die Kanarischen Inseln stehen auf der Wunschliste, Norwegen mit dem Nordkapp sowieso und zu meinem 60er hat die Atlantiküberquerung von Savona nach Buenos Aires absolute Priorität. Ahoi!


Diese Galerie enthält zur Zeit etwa 120 Fotos und da immer wieder neue Kreuzfahrten folgen, werden auch immer wieder neue Aufnahmen dazukommen. Die Fotos sind nach Städten geordnet; die Reihenfolge im Album stimmt aber nicht immer mit dem tatsächlichen Reiseverlauf überein.


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